Kartografie der „Goldenen Ära” des Bengalischen Kinos. Eine Analyse der Medieninfrastruktur des Bengalischen Films (1950er Jahre)
Dieses Projekt überdenkt die „goldene Ära„ des bengalischen Kinos, um ein historisches und topografisches Narrativ der diversen Medieninfrastrukturen zu dokumentieren, die Branche während der 1950er Jahren prägte. Der kritische Diskurs über das bengalische Kino in der Zeit nach der Teilung, das von den Auswirkungen der Teilung verwüstet wurde, war, dass es gerettet werden musste. Ironischerweise gewann das Wort „retten„ mit der Organisation des Film Preservation and Restoration Workshop India (FPRWI) 2018 in Kalkutta, der sich auf die Notwendigkeit der Rettung bengalischer Filme konzentrierte, eine zeitgenössische Währung. Das Wort „retten„ wirft daher relevante Fragen auf, die integraler Bestandteil meines Forschungsziels sind, den Reisekreislauf von Filmen der Epoche durch die Orte von Filmstudios, Kinosälen und Filmarchiven zu kartografieren. Was ist die Politik der Rettung des bengalischen Kinos? Dieses Projekt untersucht daher die Politik und den Kontext der Schaffung kultureller Werte rund um ikonische Filme sowie Figuren des bengalischen Kinos. Dies hilft, die Gründe für die Errichtung des kulturellen Erbes zu skizzieren.



Profil
Amrita Biswas wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) das Walter-Benjamin-Postdoktorandenstipendium für ihre Forschungstätigkeit am ICON der Universität Utrecht in den Niederlanden verliehen. Sie ist Trägerin des Wilhelm-Bender-Dissertationspreises 2025 für herausragende Forschungsleistungen in den Geistes- und Sozialwissenschaften (verliehen vom VFF). Sie arbeitet als Redaktionsassistentin für das „Historical Journal of Film, Radio and Television“, das von Taylor & Francis in Zusammenarbeit mit der IAMHIST (International Association for Media and History) herausgegeben wird. Von Oktober 2024 bis September 2025 war sie als Lehrbeauftragte an der Goethe-Universität Frankfurt tätig. Sie promovierte im Februar 2025 im Graduiertenkolleg „Konfigurationen des Films“ an der Goethe-Universität Frankfurt. Sie erhielt ein Erasmus-Plus-Stipendium für Forschungsarbeiten am Institut für Kulturanthropologie der Universität Göttingen (2019–2020). Vom DAAD erhielt sie Stipendien für Archivrecherchen in der Margaret Herrick Library in den USA (2023). Außerdem erhielt sie Forschungs- und Reisestipendien vom VFF (2022, 2023, 2024). Ihre Arbeiten wurden unter anderem von Intellect, Routledge, Meson Press, Open Library of Humanities und dem Nationalen Filmarchiv (Tschechische Republik) veröffentlicht.
biswas[at]tfm.uni-frankfurt.de
amritabiswas0411[at]gmail.com