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Marie Sophie Beckmann
Doktorand_in

Stains of a Spilling Aesthetics

Das Dissertationsprojekt befasst sich mit den transgressiven, transdisziplinären Arbeiten und Arbeitsweisen einer kollaborativ wirkenden Szene, die der New Yorker Underground-Kultur der späten 1970er Jahre entsprang. Abwechselnd Regie führend, schauspielernd, Drehbuch schreibend, Musik, Bühnenbilder und Kostüme gestaltend, produzierten jene Akteur*innen Super-8 und 16mm Filme, die unter dem Begriff Cinema of Transgression bekannt wurden.

Die Filme wurden bei selbst initiierten Festivals, Screenings, Performances oder Konzerten gezeigt und in selbst publizierten Zines besprochen, lassen sich jedoch weder durch einen singulären formal-ästhetischen Ansatz, noch durch ein kollektives Meta-Narrativ zusammenbringen. Gemeinsam ist den Filmen und den mit ihnen verwobenen Aktivitäten vielmehr die inhaltliche, formale und physische Erkundung von Exzess und Überschreitung. 

Aufgrund der den Filmen inhärenten Transdisziplinarität versteht das Dissertationsprojekt diese nicht als hermetische Objekte, sondern als Bestandteil medialer Konfigurationen, die Fragen zu  Autorschaft, zum Wert- und Werkbegriff aufwerfen. Den Schwerpunkt des Projekts bildet die tiefgreifende Reflexion der materiellen und ästhetischen Aspekte jener Kollaborationen. Hierfür wird eine genaue Lektüre des Materials – Filme, Performance-Dokumentationen und Objekte wie Zines, Screens, Plakate, Flyer, Kostüme – mit einer Betrachtung der jeweiligen Aktivitäten (Konzerte, Festivals, Vorführungen) sowie den Produktionskontexten und -bedingungen gepaart.

Fig. 1:
Screenshot aus Mommy Mommy Where's My Brain (Jon Moritsugu, USA 1986), British Film Institute.
Fig. 2:
Screenshot aus You Killed Me First (Richard Kern, USA 1985), Music Video Distributors, 1999.
Fig. 3:
Katrina Del Mar: Zedd, Squeaky & Kembra Pfahler in War Is Menstrual Envy, 1992.

Profil

Marie Sophie Beckmann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Graduiertenkolleg „Konfigurationen des Films“ an der Goethe-Universität Frankfurt. Sie absolvierte ihr Bachelorstudium der Medien- und Kulturwissenschaften an der Universität Düsseldorf und schloss das Masterprogramm Curatorial Studies – Theorie – Geschichte Kritik an der Goethe-Universität und der Städelschule, Staatliche Hochschule für Bildende Künste, in Frankfurt am Main ab. Als Autorin und unabhängige Kuratorin beschäftigt sich Marie Sophie Beckmann mit zeitgenössischem Film, Videokunst und feministischen Praktiken in der Kunst. Ihre Forschungsinteressen beinhalten Film- und Medienwissenschaft, zeitgenössische Kunst, Performance und medienbasierte Kunst nach 1970.

 

beckmann[at]tfm.uni-frankfurt.de

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