Migrating through the Web
In „Migrating through the Web“ wird untersucht, wie interaktive Praktiken eine bestimmte Sicht auf die Migration erzeugen und von dieser beeinflusst werden. Das Projekt analysiert Serious Games, Newsgames, Text-adventures, interaktive Karten und Datenvisualisierung als „cultural artifacts“. Diese Praktiken werden als materielle Objekte untersucht, die durch Innovation schnell verschwinden können, aber auch als Elemente in einem größeren Medienökosystem. Die Arbeit begründet, dass diese Praktiken zwei spezifische humanitäre Ansichten beinhalten, die technologische Vorteile wie Interaktivität mobilisieren, um eine „Ethik der Empathie“ zu unterstützen und die Dateninfrastrukturen und Betriebsbilder nutzen, um eine „Emergency Imaginary“ (Calhoun 2006) zu erzeugen.

Profil
Nicole Braida ist Film- und Medienwissenschaftlerin und arbeitet derzeit als freie kuratorische Assistenz für die Ausstellung „Shadows“ am DFF – Deutsches Filminstitut & Filmmuseum. Im Jahr 2025 war sie in Italien als Content Specialist bei Ikon Digital Farm tätig, wo sie immersive und interaktive Medieninhalte für Museen kuratierte. 2021 promovierte sie an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. 2022 erschien ihre Dissertation „Migrating through the Web: Interactive Practices about Migration, Flight and Exile“ im Open Access beim transcript Verlag. Von 2021 bis 2024 arbeitete sie als Postdoktorandin im Projekt DiCi-Hub (Digital Cinema Hub) an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, wo sie sich mit datenbasierten Geschichten des Super-8-Films beschäftigte. Darüber hinaus hat sie in Deutschland und Italien mehrere Lehrveranstaltungen zu digitalen Methoden und interaktiven Medien gehalten. Zu ihren jüngsten Publikationen zählt „From the Small Screen to the Big Screen: The Super 8 Distribution of the ‚Sandokan‘ TV Series“, erschienen in „Cinéma & Cie. Film and Media Studies Journal“.