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Memes in der Popkultur: Plattformen, Prozesse, Praktiken. Konferenz
16.11.2023 – 17.11.2023
Hörsaal H14 (4. OG), Campus Bockenheim, Gräfstr. 50–54, Goethe-Universität Frankfurt am Main

This event is in German only.

 

Ob auf Foto- und Video-Plattformen, in privaten Chats oder Blogs: Memes sind im Internet überall und unvermeidlich. Sie haben sich als fester Bestandteil der unübersichtlichen „Bilderrepertoires der digitalen Kulturen“ (Gerling/Holschbach/Löffler 2018, 219) und unseres „kulturellen Lexikons“ (Journell/Clark 2019, 109) etabliert. Das Memen, d.h. (Bewegt-)Bilder aus ihrem ursprünglichen Kontext zu lösen und weiter zu verwerten, ist mittlerweile eine allgegenwärtige Praktik der zeitgenössischen Medienkultur und insbesondere der Popkultur. Memes sind nicht nur ein wichtiger Baustein kommunikativer Prozesse im Netz, wo sie mitunter kanalgerecht übertragen werden; häufig haben sie auch die Störung einer Kommunikation zum Ziel (Stichwort: Trolling). Dabei erweitert sich stetig das Repertoire memetischer Formen, d. h. Imitationen und Reproduktionen auditiver, visueller oder audiovisueller Fragmente aus bereits bestehenden (Medien-)Texten: Von klassischen Meme-Genres wie Image Macros über GIFs bis hin zu Thumbnails, TikToks und Mash-ups. Internet-Memes sind in ihren unterschiedlichsten Ausformungen im digitalen Alltag angekommen, ob in persönlichen Chats, Social-Media-Threads, Onlinemagazinen oder Marketingkampagnen.

 

Memes werden von diversen Interessengruppen verwendet und für deren Handlungsinitiativen mobilisiert. In der Medienkulturforschung ist vor allem die politische Instrumentalisierung von Memes viel besprochen worden (vgl. u. a. Šip 2014; Breitenbach 2015; Bülow/Johann 2019; Denisova 2019; Wiggins 2019). Seltener zur Sprache kommt ihr Einsatz in (vermeintlich) banalen, alltäglichen Unterhaltungen, in der Frage, was mit ihnen signalisiert wird, sowie ihre Bedeutung für den Selbsterhalt und die Expansion von Popkultur(en). Zugleich erfordert eine populärkulturelle Perspektive auf Memes auch eine Auseinandersetzung mit ihren Akteur*innen und Agenden. So werden Memes längst nicht mehr nur von Amateur*innen und Fans in spezialisierten Foren hergestellt, sondern bilden ebenso für Medienproduzierende sowie -distribuierende ein probates Mittel, um via Social Media die Popularität ihrer Formate zu steigern (z. B. Memes von Netflix- oder Lidl-,Praktikanten‘).

 

Die Tagung betrachtet Memes als lingua franca der digitalen Alltagskommunikation, als vielgestaltiges Ausdrucks-, Kommunikations- und Erzählmittel in der Populärkultur.

 

15. Jahrestagung der AG Populärkultur und Medien in Zusammenarbeit mit der AG Signale der Gesellschaft für Medienwissenschaft.

 

 

Programm zum Download.

 

Veranstaltet von:
Till Heilmann (Ruhr-Universität Bochum), Laura Niebling (Universität Regensburg), Kevin Pauliks (Philipps-Universität Marburg), Jana Zündel (Goethe-Universität Frankfurt)

 

Anmeldung & Kontakt:
Zuendel@tfm.uni-frankfurt.de
Um formlose Anmeldung per Mail wird gebeten.

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