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Duisburger Filmwoche
Veröffentlicht am 04.12.2018

Teile des mini-clusters «Following Objects» wechselten anlässlich der 42. duisburger filmwoche zwischen Kaffee im Grammatikoff (2€) und dem Kinosaal im filmforum am Dellplatz.  Werner Ružičkas letzte df überzeugte die anwesenden GK-Mitglieder ganz ohne roten Teppich und Festivalchichi — man ist ja Duisburg —, dafür aber mit reichlich Kippen und einem stringent verfolgten Motto: HANDELN.

Also: etwa dreißigmal Festivaltrailer. Etwa dreißigmal ein auf den Boden projiziertes Video von weißen Mäusen die sich durch ein Labyrinth bewegen. Dazwischen Kinder, die spielerisch den Mäusen in den Weg treten oder sich selbst als Labyrinthgänger ausprobieren. Seltsam technische Stimmen im Hintergrund die irgendwas koordinieren, das Abheben eines Flugzeugs vielleicht oder das Parkmanöver eines Supertankers.

Danach: Kobaltbrocken, Handyschrott, generalüberholte Ware, Wüsten (Mojavé, Negev), Eisenbahn, Stromrechnungen, Windräder, Ostsee-Romantik, die Auswirkungen von Antidepressiva auf bestimmte Fischarten (unklar), Wiener Altbauwohnungen, Shostakovich (wie schreibt man über ein Festival ohne einfach nur zusammenzufassen was man gesehen hat), globale Wirtschaftskreisläufe als Kreisschwenk, das Problem der Satire in einer Zeit in der alles Satire ist, zum Beispiel der Apfelkuchen den der jüngste Abgeordnete der Duma mittags bei seiner Mutter serviert bekommt, zum Beispiel Werner Herzogs Magnetlesebrille. Weed, Wälder, Forstwirtschaft (Österreich, Brasilien), die Video-Einparkhilfe, die einen Baum in Wyoming in den Blick nimmt, Anträge auf Sozialbauten, eine Maschinenpistole MP5 die vielleicht, vielleicht nicht auf einen Tisch gelegt wurde, Adidas-Sportjacken als Ausweis gedanklicher Agilität (schwarz mit weißen Streifen) „Ich trug meine Tochter an die Rampe […] das Geschaute zu ertragen“ (Einar Schleef)

Fig. 1:
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